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Dem neuen Jahr begegnen

Dem neuen Jahr begegnen

Newsletter "Persönlichkeit wagen"

„Lasst uns gehen mit frischem Mute in das neue Jahr hinein!
Alt soll unsre Lieb und Treue, neu soll unsre Hoffnung sein.“
(Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874)

Ich kenne niemanden, der sich nicht wünscht, das neue Jahr mit viel Schwung beginnen zu können. Dazu ist es nützlich, etwa vorhandenen alten mentalen Ballast noch im alten Jahr abzuschütteln und dann befreit und beschwingt durch die Pforte des viel versprechenden neuen Jahres zu gehen, den Blick nach vorne gerichtet. Wie das gehen kann? Wenn Sie selbst noch kein bewährtes Ritual am Jahresende haben, dann könnten Sie vielleicht einfach mal etwas Neues ausprobieren. Mein Vorschlag ist, sich verschiedene Erlebnisse des vergangenen Jahres, die für Sie besonders bedeutsam waren, bewusst in Erinnerung zu rufen. Nehmen Sie sich etwas Zeit an einem ruhigen Ort, einen Stift und ein Notizbuch und schreiben Sie alles auf. Die folgenden Gedanken könnten vielleicht noch hilfreich sein bei Ihrem persönlichen Jahresrückblick. 

Lassen Sie etwas hinter sich 

Mit dem alten Jahr möchten wir das Vergangene ruhen und hinter uns lassen. Erinnerungen werden uns natürlich weiterhin begleiten. Und deshalb ist es wichtig sich klar vor Augen zu führen, dass Erinnerungen unserem Einfluss unterliegen. Wir können sie pflegen oder uns dazu entscheiden, ihnen keine große Beachtung zu schenken. Es ist auch eine gewisse Vorsicht angebracht, denn nichts IST so oder so gewesen, sondern wir selbst machen unsere Erinnerungen zu dem, was sie für uns sind.  Loslassen

Die guten Erlebnisse, persönliche Erfolge, schöne Stunden und andere Highlights werden in der Erinnerung häufig noch schöner, je öfter wir daran zurückdenken. Erlebte Tiefpunkte entwickeln oft eine gegenläufige Dynamik: Sie erscheinen uns immer schwerer, peinlicher, schmerzlicher … Doch gerade Krisen sind Zeiten der Herausforderung, der Weiterentwicklung, sind Wendepunkte – Zeiten, in denen unsere ganze Kraft gefragt ist. Tiefpunkte müssen verkraftet sein.  Enttäuschung, Ärger, grobe Fehler, Niederlagen, Schicksalsschläge stellen uns vor die Wahl, wie wir uns daran erinnern wollen.

  • Ich kann mich selbst bedauern oder mir Vorwürfe machen, kann in der Hätte, hätte, Fahrradkette-Schleife steckenbleiben, kann Schuldige suchen, kann auf sie oder mich selbst und die Welt für immer sauer sein. 
  • Oder aber ich verdeutliche mir, mit welchen Stärken und persönlichen Qualitäten ich über diese Zeit hinweggekommen bin, wie ich es geschafft habe, die Krise zu überwinden und das vielleicht noch tue, welche Menschen zu mir gestanden und mir geholfen haben. Ich kann im Nachhinein überlegen, was ich zukünftig anders machen, was ich lernen und an neuer Stärke gewinnen kann 

Gerade hier, in der Überwindung von Tiefpunkten, lassen sich nützliche Erinnerungen für die Zukunft schaffen. Sie geben uns ein Gefühl der Selbstanerkennung, sie öffnen unseren Blick für die Kräfte, die in uns stecken und was wir tatsächlich bewirken können -vorausgesetzt wir schauen auf das, was wir geschafft haben.

Erinnern Sie sich an gute Gefühle 

Wann haben Sie sich im letzten Jahr richtig gut gefühlt? Lassen Sie verschiedene Situationen vor Ihrem inneren Auge wieder aufleben und erleben Sie dann, in der Erinnerung daran, die guten Gefühle noch einmal. Schauen Sie vielleicht ein bisschen genauer hin: Was war Ihnen daran wichtig? Was hat Sie berührt? Waren Sie alleine? Oder mit welchen Menschen waren Sie zusammen? Wie haben diese Erlebnisse Sie innerlich reicher gemacht? Dankbar sein

Die erlebten guten Gefühle sind ein Reichtum, den Ihnen niemand mehr wegnehmen kann. Und das Schöne ist, dass Sie jederzeit dorthin zurückkehren können. Die Erinnerung kann zu einem erneuten Durchleben werden, das Ihnen jetzt und hier wieder ein Wohlfühlgefühl schenkt und Ihnen möglicherweise auch ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Seien Sie also nicht sparsam mit diesen Erinnerungen! Am besten gehen Sie im Geiste das vergangene Jahr nochmal durch und erinnern sich an jedes Glücksgefühl, das Sie von Januar bis Dezember hatten. Sie dürfen hier akribisch sein! Und schreiben Sie sich dann so viele dieser Momente auf, wie Sie mögen. Denn diese angenehmen Erinnerungen dürfen auf jeden Fall mit in das neue Jahr! 

Wofür sind Sie dankbar?

In einem Jahresrückblick führt diese Frage zu einer besonderen inneren Weite. Sie erlaubt uns zu sehen, dass wir nicht alles aus eigener Kraft schaffen müssen, ja, weit davon entfernt sind, es schaffen zu können! Vieles ist ein Geschenk und wir brauchen einfach nur dankbar sein.  Für mich verändert Dankbarkeit den Blick auf die Welt. Wenn ich richtig darüber nachdenke, dann merke ich, wie es mich erleichtert und glücklich macht, dass so viele Dinge in meinem Leben sind, für die ich Dankbarkeit empfinden kann. Das beginnt schon bei der aufgehenden Sonne, meinem warmen Bett, meinen zwei gesunden Beinen. Beim Meditieren ist es der Atem, für den ich dankbar bin, und für meine Fähigkeit, immer wieder zu ihm zurückkehren zu können. Auch wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, könnte ich hunderttausend Dinge finden, für die ich dankbar sein kann, wenn ich sie alle sehen würde und sie mir bewusst wären. Es sind meist nur ein paar wenige ausgewählte Details, für die ich mich innerlich bedanke. Ich merke dann, wie mich das vor Übermut schützt, mir aber auch Mut macht, mich voll und ganz auf die Welt einzulassen. – Was ist Dankbarkeit für Sie? 

Mit Offenheit und Mut dem neuen Jahr begegnen

Oft haben wir gute Vorsätze zum Jahreswechsel. Das ist gut. Denn auch das trägt zum neuen Schwung bei, den wir gerne mitnehmen möchten ins neue Jahr. Erfahrungsgemäß werden nur die allerwenigsten dieser Vorsätze langfristig umgesetzt, und es macht deshalb Sinn, gerade auch die Entwicklung unserer eigenen Vorsätze im kommenden Jahr zu beobachten, zu betrachten, voranzubringen oder eben zu erkennen, dass wir uns vielleicht zu viel vorgenommen haben. Dann braucht es den Mut, sich das einzugestehen, loszulassen und etwas zu verändern. Dann braucht es wohlwollende, realistische Selbsterkenntnis und freundliche Anpassung.  mit Mut und Entschlossenheit ins neue Jahr In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen guten Start ins neue Jahr. Ich wünsche uns, dass wir den Mut finden, alte Lieb und Treue mit neuer Hoffnung zu verbinden, und dass wir zuversichtlich das annehmen und nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten, was das neue Jahr für uns bereithält. 


Sie möchten Ihre guten Vorsätze im neuen Jahr umsetzen, doch es fehlt Ihnen manchmal die nötige Energie und Motiviation? Gerne unterstütze ich Sie mit meinem Angebot Beratung | LifeCoaching. Schreiben Sie mir: kontakt@konstanze-quirmbach.de

30. Dezember 2018
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